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Leben auf dem Mars

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Die Diskussion flammte jedoch erneut auf, nachdem in dem Meteoriten ALH 84001 Strukturen gefunden wurden, die an irdische Mikroorganismen erinnern. Der Meteorit wurde am 27. Dezember 1984 im Far-Western-Eisfeld der Allan Hills in der Antarktis von Roberta Score gefunden. 1993 wurde er vom Geologen David Mittlefehldt untersucht, dieser erkannte, daß er vom Mars stammte ( 11 Meteoriten waren vorher als vom Mars stammend identifiziert). Er erkannte diesen an besonderen chemischen Verbindungen ( Eisenoxide, Eisensulfide, Karbonate), die normalerweise nicht in Meteoriten vorkommen.
Durch radiologische Untersuchungen wurde dessen Alter auf 16 Millionen Jahre datiert. Er schlug vor ungefähr 13.000 Jahren in der Antarktis ein. Er entstand wahrscheinlich bei einem Meteoriteneinschlag auf dem Mars, bei dem er ins All geschleudert wurde.

Daß es sich bei den Strukturen in diesem Meteoriten um organisches Leben handelt, wird diskutiert. Die Argumente der Wissenschaftler, die dies für möglich halten, sind:

1. ALH 84001 weist einen hohen Anteil an Kohlenstoffverbindungen ( vor allem an Karbonaten) auf.
Es wurde entdeckt, daß ein Silikatbrocken mit kleinen Karbonat-kügelchen ( 0,25 – 0,025 mm) durchsetzt ist. Dies stützt die These, weil sich irdische Karbonate fast immer unter Wasser bilden und sich oft mit Fossilschichten finden lassen.

2. An den Rändern der Karbonatkügelchen befinden sich Ovoiden.
Die näheren Untersuchungen ergaben, daß sich zahlreiche längliche Strukturen ( Länge: 20 – 200 nm; Breite: 5 – 10 nm) befinden. Diese Ovoiden ähneln stark irdischen Mikrofossilien, sind aber sehr viel kleiner.
Wenn es sich hierbei wirklich um lebende Organismen gehandelt hat, wären sie deutlich kleiner gewesen als Mikroorganismen auf der Erde.

3. Magnetische Mineralien in den Karbonatkügelchen.
In den Karbonatkügelchen fanden sich zwei, möglicherweise drei verschiedene magnetische Mineralien: Magnetit ( Fe304), Pyrrhotit ( Eisensulfid) und Greigit ( Fe3S4). Auf der Erde gibt es nämlich sogenannte magnetotaktische Bakterien, die magnetisches Material zum eigenen Gebrauch produzieren, ein kleiner Teil von diesen produziert entweder Magnetit oder Greigit.
  
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